Samstag, 31. Dezember 2011

Silvester Special in Berlin 2011

Unser lieber Kollege Christoph Bröder von der STUZ, Mainz hat sich die Mühe gemacht uns einen Bericht über seine Erlebnisse zum Silvester in Berlin niederzuschreiben!
Vielen Dank :)


Viel Spaß beim Lesen!



Techno, Tinnitus & Touristen 



Berlin. Technohauptstadt Deutschlands, ja vielleicht sogar der Welt. Hier reiht sich ein legendärer Technoclub an den anderen, eine Feiermeile entlang der Spree. Aus aller Welt kommen Feierwütige angereist um den besonderen Berlinspirit einmal zu erleben. Ein regelrechter Technotourismus hat sich entwickelt. Die Clubs stehen sogar im Reiseführer.

Grund genug der Hauptstadt auch endlich mal wieder einen Besuch abzustatten. Silvester in Berlin, ein Wochenende mit großen Erwartungen. Ankunft in der Spreemetropole, Donnerstag, 29. Dezember 2011. Ein Hostel im Szeneviertel Prenzlauer Berg ist das Quartier für die kommenden vier Nächte. Eine wirklich schöne Bleibe, noch dazu ziemlich zentral. Die Planung für die bevorstehende Nacht: Monika Kruse und Dubfire sowie drei Jungs vom Bar25-Label (Jan Blomqvist, Dirty Doering und Danny Faber) spielen im Weekend, ein Club in der 12. Und 15. Etage eines Hochhauses direkt am Alexanderplatz.


Etwa gegen 2 Uhr schlagen wir am Club auf. Schlange stehen ist angesagt. Um uns herum hört man auch fremde Sprachen, Technotouristen. Am Eingang wird aussortiert, hier kommt nicht jeder rein. Keine Ahnung nach welchen Kriterien. Vorne in der Schlange angekommen, kurzer Smalltalk mit den Türstehern, dann die Frage: „Wie viele seid ihr?“. „Fünf“. „Alles klar, geht durch“.


Wunderbar, die Vorfreude steigt. Jetzt nur noch die Jacken loswerden und dann ab in den Aufzug. Oben im Club angekommen erstmal an die Bar. Mit Getränken bewaffnet geht’s direkt weiter in eine Sitzecke an der Fensterfront. Was ein Ausblick! Unter uns liegt der Alexanderplatz, der Fernsehturm ragt vor uns in den Himmel. Berlin liegt uns zu Füßen. Und dazu Musik vom Feinsten. Einzige Enttäuschung, Monika Kruse hat schon gespielt. Schade, jedoch kein Drama. Denn wenig später auf dem Weg zum Floor, vorbei an der Bar, kurzes innehalten. Richtig gesehen, da sitzt die deutsche Technoqueen einfach mal an der Bar. Sehr geil, so stellt man sich Berlin doch vor. Drei Floors machen wir ausfindig. Einer davon in der 15. Etage, welche man über eine Treppe erreichen kann. Hier gibt’s eher gediegenere Töne von den Bar25-Jungs. So schön auch ein Sonnenaufgang an den Fenstern des Weekend sein muss, gegen halb 7 ist für uns Feierabend. Taxi ins Hostel. Schlafen.

Freitag, der Tag vor Silvester. Heute ist eigentlich Berghain oder Watergate geplant, die allgemeine Stimmung signalisiert jedoch was anderes: Ruhetag. Wir sind vernünftig, schonen uns für Silvester. Rückblickend betrachtet die falsche Entscheidung. Essen gehen am Potsdamer Platz und eine Bar an den Hackeschen Höfen ist unsere ruhigere Alternative. Auch schön.

Silvester – hart und düster



Samstag, Silvester. Tagsüber erkunden wir ein wenig Berlin. Alle kennen die Stadt, daher ersparen wir uns den üblichen Sightseeing-Marathon. Abends im Hostel heißt es dann fertig machen und vorglühen. Gegen 23 Uhr ist schließlich Abfahrt Richtung Brandenburger Tor. Wenn man schon Silvester in Berlin feiert, sollte man sich das Feuerwerk und das ganze Spektakel Drumherum nicht entgehen lassen. Auf die Feiermeile kommen wir natürlich um diese Uhrzeit nicht mehr, da machen wir uns auch gar keine Hoffnungen. Schon mittags werden die Pforten dort geöffnet, den ganzen Tag in der Kälte ausharren kommt aber nicht in Frage. Als wir eintreffen sind die Kapazitäten längst erschöpft, 1,5 Mio. Menschen sagt uns einer der Security. Und das allein auf der Meile vor dem Tor. Wahnsinn. Das musikalische Programm auf der Bühne entspricht ohnehin nur wenig unseren Vorstellungen. Udo Jürgens, Marianne Rosenberg, Kim Wilde, DJ Ötzi uvm. Lediglich Culture Beat und die Scorpions wären mal cool zu sehen.

0 Uhr, Feuerwerk, Frohes Neues und so weiter. Tausende bzw. millionen feiernde Menschen auf den Straßen. Ich komme mir vor wie in Berlin 1945. Böller, zum Großteil wohl aus dem nahen Polen, fliegen überall quer über die Straßen. 2012 geht die Welt unter, einen Moment lang kann man das glauben. Es herrschen kriegsähnliche Zustände. Mittendrin ein alter Mann mit heruntergelassener Hose und blankem Hintern. Glücklicherweise bleibt uns der Frontanblick des Typen erspart. Wir kämpfen uns durch zur U-Bahn. Rückfahrt ins Hostel. Bis etwa 4 Uhr feiern wir dort weiter, dann geht’s zurück nach Mitte. Wir haben Tickets für den Tresor, der Technoclub schlechthin. Der Tresor ist einer der ersten und legendärsten Technoclubs der Welt. 2005 muss der 1991 eröffnete alte Tresorclub leider schließen, wird jedoch 2007 im ehemaligen Heizkraftwerk Mitte wiedereröffnet. Zum Glück.

Das Taxi hält in der Köpenicker Straße 70, Berlin Mitte. Die Polizei hat schon Beute gemacht und führt Gespräche mit einigen Typen. Es geht um BTM. Einfache Assoziationskette: Techno – Drogen – Polizei. Daran wird sich wohl nie was ändern. Auch hier eine Schlange vor dem Club. Das stört uns diesmal aber nicht, mit den Vorverkaufstickets geht’s direkt rein. „Wir haben seit zwei Stunden Einlassstop“ meint einer der Türsteher auf unsere Frage wie viel los sei. Das macht Hoffnung auf entspanntes Feiern und nicht völlig überfüllte Floors. Die Kapazität des Tresors: ca. 1500 Leute.



Am Eingang geht´s durch einen Vorhang aus runter hängenden schmalen Plastikbahnen, schlachthausähnlich, das hat schon was. Drinnen sitzt ein Transvestit an einem Tisch und verkauft Lollies, Mentos, Kaugummis und dergleichen. Das muss ich ja nicht weiter kommentieren. Außerdem riecht es nach Chili con Carne oder ähnlichem. In einem Seitenraum kann man wohl auch was essen. Hier denkt man mit und kümmert sich um seine Gäste, falls die Nacht mal von Freitag bis Montag dauert.

Schnell weg mit den Jacken und los. Es zuckt schon in den Beinen. Es gibt drei Floors: Globus, +4Bar und Tresor. Wir gehen zuerst hoch in den Globus. Octave One spielen, wir tanzen. Die Musik ist geil, nach einer Weile wollen wir´s jedoch härter. Tresor-Floor ist angesagt. Zwei Stockwerke tiefer führt ein etwa 30 Meter langer Tunnel zum Floor. Ein vertrautes Gefühl, es riecht wie in den Bunkern auf der Nature. Vorbei an den Schließfächern die aus dem alten Tresor mit umgezogen sind geht’s in die tanzende Meute. Wir sind schlichtweg überwältigt. Taniths Aussage „Im Tresor kann man nur hart auflegen“ unterschreib ich sofort. Genial brachial. Gary Beck legt auf. Ein großes Gitter trennt die DJs von den Tanzenden. Der Sound ist nicht mehr so skrupellos brutal wie man es aus Geschichten aus dem alten Tresor kennt. Laut, dunkel, Strobo, Nebel – Leute die gegen die Wand laufen, das ist nicht mehr. Die Anlage kann trotzdem was, man spürt die Energie. Chris Liebing hat einmal gesagt, dass er im Tresor erst wirklich begriffen hat, worum es bei Techno überhaupt geht. Mir ergeht es ähnlich. Der Club zieht mich völlig in seinen Bann.

Der Tresor ist für mich der Inbegriff des Berlin-Techno, das bezieht sich auf Booking, Location und Atmosphäre. Kein edles Design oder unnötiger Schnick Schnack, stattdessen blanker Beton, Stahl und Zwielicht.

Gegen 10 Uhr verlassen wir schweren Herzens den Club. Es ist hell und diesig, das Wetter passt zum Befinden. Verbraucht, verschwitzt, zerstört. Aber glücklich. Genau so muss es sein. Ein letztes Mal Taxi zum Hostel. Um diese Uhrzeit ist Berlin tatsächlich tot, die Straßen sind wie leergefegt.

Sonntag. Alle sind fertig. Die Pläne: gemütliche Neujahrsafterhour im Club der Visionäre oder im Watergate. Immerhin noch kurzes Überlegen, dann sind aber alle Pläne verworfen. Es geht einfach nichts mehr. Irgendwo schade, aber verständlich nach dieser Nacht. Zwei von uns ziehen abends nochmal los zum Brandenburger Tor, mein Kumpel und ich schaffen lediglich den Weg zur Dönerbude um die Ecke. Mehr geht nicht. Hostel und Bett, das ist unser Neujahr. Nicht einmal Fernsehen ist drin, bei zwei verfügbaren Sendern. Den Sonntag verschenken wir einfach. Auch das bereue ich jetzt.


Montag. Rückfahrt. Berlin wieder ein ganzes Stück mehr lieben gelernt, deshalb wehmütige Stimmung. Wir kommen wieder, das steht fest. Lieber heute als morgen.


Text: Christoph Bröder
Fotos: Franziska Kerl


Wer mehr über den Tresor wissen will, dieser Dokumentarfilm ist sehr zu empfehlen:
„Sub Berlin“: http://www.youtube.com/watch?v=fEiOAQfg1tk


Galerie:
Silvester Berlin 2011

SENSATION: GERMANY


ABGESAGT!   
Weitere Infos dazu:
http://sensation.com/germany/en/news/index/575/sensation-dusseldorf-2011

Alle in Weiß...  Das ist das Tolle an der Sensation! Man ist in einem Meer aus Weiß! Außerdem jedes Jahr ein neues Motto, eine neue Show! Ausgewählte DJs untermalen das Ganze mit dem perfekten Sound!
Wer an Silvester einmal etwas Außergewöhnliches erleben will sollte sich das nicht entgehen lassen!

Shortinfo:
Sensation: Germany:  
31.12.2011
Esprit-Arena - Düsseldorf

Tickets:
bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, außerdem bei:
www.eventim.de
und
www.sensation.com

Außerdem bieten diverse Reiseveranstalter Busreisen (auch inkl. Eintritt) an!



Post-Event-Movie 2010:



Post-Event-Movie 2009:



Weitere Infos:
Homepage:
http://www.sensation.com
Facebook:
http://www.facebook.com/officialsensation



************Infos werden noch aktualisiert!!!************

Freitag, 9. Dezember 2011

RAVE ON SNOW


Im Skiort Saalbach Hinterglemm (Österreich) findet jedes Jahr am ersten Wochenende im Dezember das legendäre Rave on Snow Festival statt!
Das Tolle dabei: unendlich viele DJs, tolle Stimmung, und alle Locations nah beieinander und nicht weit weg von den Hotels!
Auch wenn die Anreise von Deutschland aus etwas länger ist - es lohnt sich!



Weitere Infos:
Homepage:
http://www.raveonsnow.de
Facebook:
http://www.facebook.com/RaveOnSnowSaalbach



Rave on Snow 2010 Oliver Koletzki and Fran live - Dorfplatz



Rave on Snow 2010 Chris Liebing in der Tiefgarage



Bilder 2010:
http://www.ravestop.de



************Infos werden noch aktualisiert!!!************